Jakob Bärwald
Betbüch für allerley gemein anligen. Einem jeden Christen sonderlich zugebrauchen.
Jakob Bärwald, Leipzig, 1561
Wohl einzige Ausgabe, dieses sehr seltenen und prachtvoll illustrierten Leipziger Gebetsbuches, gebunden in einem Meistereinband von Balthasar Metzger in Dresden. Sowohl VD16 als auch Schulz kennen ausschließlich das vorliegende Exemplar. Dieses Buch ist nicht identisch mit dem Betbüchlein ähnlichen Titels, das 1546 in Leipzig von Valentin Bapst d.Ä. herausgegeben wurde.
Der große Holzschnitt rückseitig auf dem Titelblatt stellt eine klassische Kreuzigungsszene dar und ist mit „HS“ monogrammiert. Möglicherweise handelt es sich hierbei um Hans Sibmacher (vgl. Nagler 1456). Die seitlichen Randleisten zeigen Illustrationen biblischer Szenen mit entsprechender Kapitelangabe. Die Kopf- und Fußleiste meist mit Putten, Wappen, Porträtmedaillons (z.B. Martin Luther und Philipp Melanchthon), dem Lamm Gottes und anderen religiösen Symbolen ausgestattet.
Eine Holzschnitt-Titelbordüre, ein großer Holzschnitt rückseitig auf dem Titel, eine Druckermarke sowie 93 prachtvolle, teils wiederholten figürlichen Holzschnitt-Bordüren. Diese jeweils mit vier Druckstöcken gedruckt.
Blattgröße: 19 x 13 cm; Satzspiegel: 16,5 x 10,5 cm.
48 nicht num. Blatt. Das letzte weiß. Vollständig.
Lagenzählung: A-M4
Christoph Lasius (1504-1572)
Beichtbüchlein und was dazu gehöret, Als nemlich, Von der Sünde. Von der Absolution. Von dem Abentmahl Christi.
Jakob Bärwald, Leipzig, 1561
Etwas spätere Ausgabe des ursprünglich 1551 bei Bapst erschienenen Beichtbüchleins, mit dem „wir den Anfang auf einem Gebiete der erbaulichen Literatur gemacht (sehen), welches sich im Laufe der Zeit … einer besonderen Arbeit und Pflege erfreuen sollte“ (Beck). Ebenso selten wie das o.a. Betbüch.
Eine Holzschnitt-Titelbordüre, ein großer Holzschnitt rückseitig auf dem Titel, eine Druckermarke sowie 63 prachtvolle, teils wiederholten figürlichen Holzschnitt-Bordüren.
Blattgröße: 19 x 13 cm; Satzspiegel: 16,5 x 10,5 cm.
32 nicht num. Blatt. Vollständig.
Lagenpaginierung: A-H4
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Originaler Renaissance-Einband aus der Dresdener Meisterwerkstatt von Balthasar Metzger. Goldgeprägtes Kalbsleder über Pappdeckeln. Beide Deckel mit prachtvollen ornamentalen Plattenstempeln (EBDB p002191) aus der Werkstatt von Balthasar Metzger in Dresden (EBDB w004000). Buchblock mit dreiseitig gepunztem Goldschnitt. Gebunden auf vier Bünden.
Guter und genuiner Originalzustand. Deckel berieben. Kanten und Ecken bestoßen. Rücken mit Bezugsfehlstellen- Außengelenke gebrochen, Buchblock jedoch fest und stabil. Bindebänder entfernt.
Oktavformat: 20 x 13,5 x 2 cm.
Sehr guter Zustand. Sauberes und breitrandiges Exemplar. Durchgehend gleichmäßig nur gering gebräunt. In den Rändern vereinzelt leicht fingerfleckig. Titelblatt von I. mittig mit gelöschtem Eintrag und Braunfleck. Fliegender Vorsatz hinten lose. Vorderer Vorsatz oben abgeschnitten und mit Ausgeschieden-Stempel der LB Sachsen-Anhalt. Vorn eingelegt eine alte Katalogbeschreibung.
I: VD16 B 2298; Schulz 121
II: VD16 ZV 9452; vgl. Beck, Erbauungsliteratur 89, Anmerkung 2.
Bibliotheken: VD16 verzeichnet lediglich dieses eine Exemplar, welches sich bis zur Restitution in der LB Sachsen-Anhalt befunden hat.
Handel: Nicht im Handel seit 1980.
Isaak Hess (1789-1866), Ellwangen, Katalog XI, Nr. 20.
Dr. Heinrich Apel, Rittergutsbesitzer in Ermlitz bei Schkeuditz
1945 dessen Enteignung und bis 1994 im Inventar der LB Sachsen-Anhalt.
Danach Restitution an die Apel´schen Erben.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft des vorliegenden Werkes bestätigt. Es ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter und wurde mit der Lost-Art-Datenbank abgeglichen.

Wohl einzige Ausgabe, dieses sehr seltenen und prachtvoll illustrierten Leipziger Gebetsbuches, gebunden in einem Meistereinband von Balthasar Metzger in Dresden. Sowohl VD16 als auch Schulz kennen ausschließlich das vorliegende Exemplar. Dieses Buch ist nicht identisch mit dem Betbüchlein ähnlichen Titels, das 1546 in Leipzig von Valentin Bapst d.Ä. herausgegeben wurde.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.