Große schwere Kirchentruhe in der Art eines Einbaums
Mitteldeutschland, Magdeburger Raum, datiert 1702
Eichenholz eisenbeschlagen
Massive und schwere Kirchentruhe mit Geldeinwurf in der Art eines gotischen Einbaums gefertigt. Derartige Truhen fanden als Opferstock, Spendenkasten, Ablasstruhe oder zur Aufbewahrung des Kirchensilbers Verwendung.
Wandung und Boden bestehend aus massiven, fünf Zentimeter starken, mit verzierten und geschmiedeten Eisenbändern beschlagenen Eichenbohlen. An den Seiten zwei geschmiedete, verzierte Handhaben. Auf zwei Scharnieren gelagerter schwerer Deckel. Dieser mit drei massiven Eisenbändern beschlagen. Das mittige Eisenband oben mit einem großen Geldeinwurfschlitz und vorn mit schwerem Fallriegel, an dem unten das Dreieckschloss befestigt wird. Der geschmiedete Fallriegel mit gotischen Verzierungen. Die Eisenbänder partiell mit verschiedenen Zeichen bzw. Schmiedemarken versehen (u.a. „N“). Die Datierung „1702“ auf dem mittleren Eisenband nicht geschmiedet sondern geschlagen. Möglicherweise sind Teile der Truhe, möglicherweise auch die Truhe selbst früher zu datieren. Bei der Datierung der Truhe beziehen wir uns auf die eingeschlagene und damit späteste Datierung „1702“.
Breite: 110 cm
Höhe: 50 cm
Tiefe: 49 cm
Dreieckschloss: 12 x 8 cm
Gewicht: ca. 60 kg
Guter Erhaltungszustand mit Alters- und Gebrauchsspuren. Schöne, gewachsene Alterspatina. Unten am Boden stärkere Gebrauchsspuren im Holz bzw. Korrosion und Beschädigungen an den Eisenbändern. In den Sichtbereichen solide und stabile Holz- bzw. Eisensubstanz. Deckel und Boden mit Riss im Holz. Schlüssel vorhanden. Schlossmechanismus intakt, muss aber justiert werden. Vorhängeschloss des Fallriegels mit Schlüssel vorhanden und intakt.
Ursprünglich aus Kirchenbesitz, später Privatbesitz Salzelmen.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft dieser Truhe bestätigt. Diese ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Die Truhe ist n der Art eines gotischen Einbaums gefertigt. Derartige Truhen fanden als Opferstock, Spendenkasten, Ablasstruhe oder zur Aufbewahrung des Kirchensilbers Verwendung.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.