Skulptur des Heiligen Valentin von Terni als Bischof auf einem Thron.
Süddeutschland, wahrscheinlich Bayern, um 1500
Linden- oder Obstholz (Birnbaum?), als Hochrelief geschnitzt und polychrom gefasst
Meisterliche Skulptur mit der Darstellung des Passauer Bistumsheiligen Valentin von Terni als Bischof auf einem Thron. Der Bischof trägt eine Mitra mit grünem Mittelfeld und goldener Umrandung. Bekleidet ist er mit einem roten Chormantel (Pluviale) mit sichtbarer Schließe auf der Brust. In der linken Hand hält er ein aufgeschlagenes Buch. Zu seinen Füßen liegt eine kleine, liegende Figur. Diese verdeutlicht einen von der Epilepsie geheilten Jungen („Fallender“), das typische ikonografische Erkennungsmerkmal des Heiligen Valentin.
Farbig polychrom gefasste Skulptur, deren Bemalung deutliche, altersbedingte Abplatzungen, eine historische Patina und Restaurierungen aufweist. Sie ist als Halbrerelief / Hochrelief gearbeitet. Die Rückseite wurde, wie in der Spätgotik und Renaissance für Altarfiguren üblich, grob mit dem Hohlbeil abgeflacht, um Gewicht zu sparen und Rissbildung beim Trocknen des Holzes zu verhindern.
Die blockhafte Thronsituation, der schwere Faltenwurf des Gewandes sowie die Physiognomie des Gesichts mit den charakteristischen Augenlidern und Haarlocken sprechen für eine Entstehung in der Spätgotik zwischen 1480 und 1520.
Höhe: 86 cm
Breite: 66 cm
Tiefe: 22 cm
Gewicht: 10,85 kg
Guter Zustand mit Altersspuren und Restaurierungen. Die Fassung mit Abreibungen und historischen Überarbeitungen aber mit schöner Patina. Hinten mit zur Stabilisierung eingearbeiteten Holzkeil. Der Boden mit alt ersetztem Seitenstück. Sehr dekorativ und ohne Insektenbefall.
Niederrheinischer Privatbesitz.
Dort erworben bei Neumeister, Los 959, München, 15.09.1982
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft der vorliegenden Skulptur bestätigt. Sie ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Meisterliche Skulptur mit der Darstellung des Passauer Bistumsheiligen Valentin von Terni als Bischof auf einem Thron. Der Bischof trägt eine Mitra mit grünem Mittelfeld und goldener Umrandung. Bekleidet ist er mit einem roten Chormantel (Pluviale) mit sichtbarer Schließe auf der Brust. In der linken Hand hält er ein aufgeschlagenes Buch. Zu seinen Füßen liegt eine kleine, liegende Figur. Diese verdeutlicht einen von der Epilepsie geheilten Jungen („Fallender“), das typische ikonografische Erkennungsmerkmal des Heiligen Valentin.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.