NEAPOLITANISCHE SCHNITZKUNST DES HOCHBAROCK

Jesuskind mit Glasaugen, Neapel um 1750

OBJEKT

Bambino Gesù / Salvator Mundi
Segnendes Christuskind

ENTSTEHUNG

Neapel, um 1750

MATERIAL

Hartholz (wohl Nussbaum oder Birne), fein geschnitzt; eingesetzte Glasaugen; originale polychrome Fassung ohne dicken Kreidegrund („magere Fassung“).

BESCHREIBUNG

Bedeutende sakrale Skulptur des hochbarocken Neapels um 1750. Dargestellt ist das freistehende, nackte Christuskind in feiner, anatomisch präziser Schnitzarbeit. Die Knabenfigur besticht durch ihre ausdrucksstarken, pausbäckigen Gesichtszüge und den intensiven Blick, welcher durch die meisterhaft eingesetzten Glasaugen erzeugt wird – ein Markenzeichen der für ihren extremen Realismus berühmten neapolitanischen Bildschnitzerschulen des 18. Jahrhunderts.

Die geöffnete Gestik lädt den Betrachter zur Andacht ein. In seiner rechten Hand hält das Kind eine rote Kugel, ikonographisch als Kirsche (Paradiesgärtlein-Attribut) zu deuten. In der christlichen Kunst symbolisiert die Kirsche die Himmelsfreude und verweist zugleich subtil auf die Passion und das vergossene Blut Christi.

Die vollrund plastisch ausgearbeitete Skulptur wurde aus einem dichten, schweren Hartholz gefertigt, was eine besonders filigrane Detailführung der Haarlocken und Extremitäten erlaubte. Solche hochklassigen Andachtsbilder spielten eine zentrale Rolle in der privaten barocken Frömmigkeit sowie in Frauenklöstern.

ABMESSUNGEN

Höhe: 51 cm; Breite: 27,5 cm; Tiefe: 15,5 cm
Gewicht: 1.06 kg

ZUSTAND

Dem Alter entsprechend sehr guter, authentischer Erhaltungszustand mit schöner Alterspatina. Die originale polychrome Fassung zeigt partielle, altersübliche Abplatzungen und feine Spannungsrisse. Der rechte Arm mit einem stabilen, umlaufenden Riss (wohl historisch geschlossener Altbruch). Das linke Glasauge mit minimalen, kaum sichtbaren Haarrissen. Der profilierte Sockel wohl im Laufe der Jahrhunderte stilvoll ergänzt.

PROVENIENZ

Aus langjährigem süddeutschem Privatbesitz.

KULTURGUT SICHER ERWERBEN

Hiermit wird die einwandfreie Herkunft der vorliegenden Skulptur bestätigt. Sie ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Preis
3.200 €
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Katrin Hofmann
Artikelnummer
T669
Große Barocke Skulptur aus Neapel

Bedeutende sakrale Skulptur des hochbarocken Neapels um 1750.

Dargestellt ist das freistehende, nackte Christuskind in feiner, anatomisch präziser Schnitzarbeit. Die Knabenfigur besticht durch ihre ausdrucksstarken, pausbäckigen Gesichtszüge und den intensiven Blick, welcher durch die meisterhaft eingesetzten Glasaugen erzeugt wird – ein Markenzeichen der für ihren extremen Realismus berühmten neapolitanischen Bildschnitzerschulen des 18. Jahrhunderts.

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Katrin Hofmann
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Highlight

Eines der verhängnisvollsten Bücher der Weltliteratur

Malleus maleficarum, Koberger 1493

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.

Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.

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