Tabatiere mit dem Portrait von dem Kurfürst August II. von Sachsen und König von Polen
Meißen, um 1750
Porzellan, Meißen
ohne Marke
Originale Tabatière eines Militärs mit Kampfszenen und Portrait des Kurfürsten August II. Kartuschenförmiger Korpus mit nach oben zu öffnendem Deckel, verbunden durch Silbermontur. Diese teils vergoldet. Die Außenflächen bunt bemalt mit Kampfszenen. Innendeckel bunt bemalt mit Portrait von August II. der Starke von Polen. Korpus innen vergoldet.
Seltene Meißner Tabatière mit militärischen Reiterszenen und Herrscherportrait. Fein gearbeitete höfische Tabatière aus Meißner Porzellan mit vergoldeter Metallmontierung. Die Wandungen umlaufend mit außergewöhnlich lebendig gemalten Kavallerie- und Kriegsszenen dekoriert. Auf dem Deckel Darstellung einer Reiterbegegnung in bewegter Landschaft, die in ihrer lockeren, nahezu skizzenhaften Pinselschrift an zeitgenössische militärische Schlachtenmalerei erinnert. Die Unterseite mit einer weiteren Gefechtsszene sowie Artilleriedarstellung.
Besonders bemerkenswert ist das fein ausgeführte Portrait im Deckelinneren, das mit hoher Wahrscheinlichkeit August II. den Starken, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, zeigt. Dargestellt ist der Herrscher im Harnisch mit Ordensschmuck und grüner Schärpe vor angedeuteter Kriegskulisse. Die Verbindung von Herrscherportrait und militärischen Szenen verleiht der Dose den Charakter eines höfisch-repräsentativen Erinnerungs- oder Propagandaobjektes des sächsisch-polnischen Hofes.
Die Malerei zeichnet sich durch außerordentliche malerische Sicherheit, feine Bewegungsdarstellung und die für frühe Meißner Luxusobjekte typische Leichtigkeit des Rokoko aus. Besonders die dynamischen Pferdegruppen und die atmosphärisch aufgelösten Landschaftspartien sprechen für eine qualitätsvolle Entstehung im Umfeld der Meißner Hofproduktion des mittleren 18. Jahrhunderts.
Die originale Innenvergoldung sowie die stilistisch geschlossene Gesamtwirkung unterstreichen die hohe Authentizität und Bedeutung des Stückes.
Höhe: 4,6 cm
Breite: 8,3 cm
Tiefe: 6 cm
Ausgezeichneter Erhaltungszustand. Ohne erkennbare Mängel oder Fehlstellen.
B. Beaucamp-Markowsky, S. 74.
Niedersächsische Privatsammlung.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft des vorliegenden Objektes bestätigt. Dieser ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Die Malerei zeichnet sich durch außerordentliche malerische Sicherheit, feine Bewegungsdarstellung und die für frühe Meißner Luxusobjekte typische Leichtigkeit des Rokoko aus. Besonders die dynamischen Pferdegruppen und die atmosphärisch aufgelösten Landschaftspartien sprechen für eine qualitätsvolle Entstehung im Umfeld der Meißner Hofproduktion des mittleren 18. Jahrhunderts. Die originale Innenvergoldung sowie die stilistisch geschlossene Gesamtwirkung unterstreichen die hohe Authentizität und Bedeutung des Stückes.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.