Italienischer Rippenmörser mit Allianzwappen
Mittelitalienisch, Rom oder Toscana, um 1500
Bronze
Graubraune Patina.
Für italienische Mörser dieser Zeit klassischer, becherförmiger und nach oben konisch auskragender Korpus mit einem markant profilierten, ausgestellten Rand. Die Wandung zeigt ein zentrales, erhabenes Wappenschild im Renaissancestil. Die Außenwand wird durch vertikale, rippenartige Strebepfeiler (Rippen) rhythmisch unterteilt, was dem Gefäß zusätzliche Stabilität und die typische Ästhetik von Renaissance-Gusswaren verleiht. Seitlich angegossene, eckig-geschwungene Griffe mit original eingehängten, frei beweglichen Eisenringen.
Das auf dem Mörser dargestellte Wappenschild zeigt eine Säule, die zusammen mit einer stilisierten Fleur-de-Lis als heraldischer Hinweis auf eine Linie oder ein Bündnis der römischen Familie Colonna interpretiert werden kann. Diese Deutung wird durch einen historischen Sammlervermerk eines ehemals aufgebrachten und beiliegenden Zettel gestützt, der ausdrücklich auf die Familie Colonna und eine einschlägige Literaturquelle verweist. Eine endgültige Bestätigung setzt jedoch die Überprüfung der dort genannten Vergleichsabbildungen voraus.
Zur Datierung: Die Kombination aus einem konischen Korpus, vertikalen Verstärkungsrippen und seitlichen Henkeln mit frei beweglichen Eisenringen ist das absolute Markenzeichen italienischer Gusswerkstätten der Hochrenaissance. Im späteren Barock wurden die Formen deutlich verschnörkelter, unruhiger und verloren diese strenge, klassische Symmetrie.
Der heraldische Code der Colonna-Säule in Kombination mit der französischen Lilie (Giglio) verweist präzise auf die Epoche der Italienischen Kriege (1494–1559). In dieser Zeit buhlten die französischen Könige (Karl VIII., Ludwig XII. und Franz I.) massiv um die Gunst der römischen Barone. Die Vergabe solcher Wappenprivilegien fand ihren Höhepunkt exakt in den Jahrzehnten um 1500,
Höhe: 11,5 cm
Durchmesser Lippe: 15,5 cm
Durchmesser Boden: 10 cm
Breite: 18,5 cm
Gewicht: 4,30 kg
Sehr guter, genuiner Erhaltungszustand mit nur geringen Alters- und Gebrauchsspuren. Schöne gewachsene Patina. Ein kaum sichtbarer Haarriss in der Außenwandung – ein typisches Merkmal für die historische Gussspannung und den jahrhundertelangen realen Einsatz des Objekts.
Antichi de Farmacia, Abb. 68 und 69, Verweis auf Siena, Castello Rocca.
Stuttgarter Privatsammlung.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft des vorliegenden Mörsers bestätigt. Dieser ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Das auf dem Mörser dargestellte Wappenschild zeigt eine Säule, die zusammen mit einer stilisierten Fleur-de-Lis als heraldischer Hinweis auf eine Linie oder ein Bündnis der römischen Familie Colonna interpretiert werden kann. Diese Deutung wird durch einen historischen Sammlervermerk eines ehemals aufgebrachten und beiliegenden Zettel gestützt, der ausdrücklich auf die Familie Colonna und eine einschlägige Literaturquelle verweist. Eine endgültige Bestätigung setzt jedoch die Überprüfung der dort genannten Vergleichsabbildungen voraus.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.