Tabatiere mit Erotikszene
Meißen, 1760
Porzellan, Meißen
ohne Marke
Prunkvolle Tabatière. Rechteckiger Korpus mit nach oben zu öffnendem Deckel, verbunden durch ziselierte Goldmontur. Außenflächen bunt bemalt mit Früchte- und Blumenbouquets, umgeben von Streublumen und Insekten. Innendeckel in Purpur-Camaieu-Malerei mit erotischer Szene. Hier entfaltet sich eine intime Schlafzimmerszene von subtiler Zweideutigkeit. Eine halb entkleidete Dame ruht lasziv auf einem Paradebett, während ihr eine Dienerin ein möglicherweise medizinisches Instrument oder Duftgefäß reicht. Im Hintergrund beobachtet ein junger Herr heimlich das Geschehen durch eine halb geöffnete Tür. Die Darstellung verbindet galante Erotik mit satirischer Anspielung und folgt damit der französisch geprägten Bildwelt des Rokoko, in der intime Medizin-, Boudoir- und Voyeurmotive bewusst miteinander verschmolzen wurden. Das eigentlich Interessante an der Dose ist weniger die Erotik selbst – sondern die erzählerische Raffinesse. Genau solche intelligenten, halb verschlüsselten Szenen waren für höfische Luxusobjekte um 1760 besonders reizvoll.
Höhe: 2,7 cm
Breite: 7,9 cm
Tiefe: 6,4 cm
Sehr guter Erhaltungszustand. Die erotische Malerei oben rechts mit Bereibungen.
B. Beaucamp-Markowsky, S. 167, Nr. 123.
Niedersächsische Privatsammlung.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft des vorliegenden Objektes bestätigt. Dieser ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Die Darstellung verbindet galante Erotik mit satirischer Anspielung und folgt damit der französisch geprägten Bildwelt des Rokoko, in der intime Medizin-, Boudoir- und Voyeurmotive bewusst miteinander verschmolzen wurden. Das eigentlich Interessante an der Dose ist weniger die Erotik selbst – sondern die erzählerische Raffinesse. Genau solche intelligenten, halb verschlüsselten Szenen waren für höfische Luxusobjekte um 1760 besonders reizvoll.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.