Papst Urban VIII. (1568-1644)
bürgerlich Maffeo Barberini, römisch-katholischer Papst von 1623 bis 1644.
Urkunde im Namen des Papstes mit anhängender Bleibulle an Hanfschnüren.
Rom, St. Peter, 13. Januar 1641
Datierung nach dem Florentiner Stil.
Lateinische Handschrift auf Pergament mit angehängter Bleibulle des Papstes.
Papst Urban VIII. ernennt seinen Nachfolger Innozenz XI. zum Protonotar. Urban VIII. schreibt an den Referendar der apostolischen Signatur Francesco Lucino, dem er mitteilt, dass er Benedetto Odescalchi (1611-1689), von 1676-1689 Papst als Innozenz XI. zum apostolischen Protonotar ernannt hat.
„Hodie dilecto filio Magistro Benedict° quondam Livii Odescalchi clerico Cumanensis secretario et familiari nostro officium secretariatus de numero participantium … cum omnibus et singulis illius honoribus, oneribus, salariis et emolumentis consuetis apstolica auctoritate concessimus et assignavimus“.
Er beauftragt Lucino zugleich, Odescalchi, in Vertretung des Staatssekretärs und Kardinalnepoten Francesco Barberini d.Ä. (1597-1679), in Amt und Bezüge einzuweisen.
Blatt 22,5 x 35 cm
Schriftspiegel: 13 x 29 cm
Plica: 5 cm
Durchmesser Bleibulle: 3,8 cm
Guter Erhaltungszustand mit Altersspuren. Gefaltet. Die Plica im Falz links eingerissen.
Berliner Privatsammlung
Hiermit bestätigen wir Originalität sowie einwandfreie Herkunft der vorliegenden Urkunde. Das Objekt ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter. Für die Lieferung außerhalb der EU ist eine Ausfuhrgenehmigung der deutschen Kulturbehörden erforderlich.

„Hodie dilecto filio Magistro Benedict° quondam Livii Odescalchi clerico Cumanensis secretario et familiari nostro officium secretariatus de numero participantium … cum omnibus et singulis illius honoribus, oneribus, salariis et emolumentis consuetis apstolica auctoritate concessimus et assignavimus“.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.