Große, reich verzierte barocke Silberschatulle
Dresden, um 1700
BZ „D“ (Rosenberg 1659, bis ca. 1700)
Johann Jakob Schwanfelder (tätig ab 1697, Meister von 1711-43).
MZ (Rosenberg 1779)
oder auch
Delitzsch, um 1700
BZ „D“, welches nachweislich in Delitzsch ebenso verwendet wurde.
Johann Jacob Schleußner, (bis ca. 1701 in Delitzsch, danach in Neumarkt (Halle) tätig, gestorben um 1725)
Silber, getrieben und ziseliert
Große, barocke Silberschatulle mit reicher Ornamentik. Rechteckiger Korpus auf vier gedrückten Kugelfüßen. Scharniergelagerter Deckel mit gekniffenem Rand. Intaktes Schloss mit Schüssel. Der Korpus mit umlaufendem Dekor aus getriebenen Akanthusranken und seitlichen Früchtebouquets. Auf dem Deckel Knabenfigur mit Teller vor einem Tisch. Im Hintergrund Architekturlandschaft. Am Boden Beschauzeichen „D“ und Meistermarke „JJS“.
Beschau- und Meistermarke lassen zwei verschiedene Thesen der Zuschreibung zu. Johann Jakob Schwanfelder war in Dresden ab 1697 nachweislich tätig, dann dort Meister von 1711-43 (siehe Rosenberg 1779). Allerdings wurde das BZ ja ab 1700 verändert, er müsste hernach diese Schatulle zwischen 1697 und 1700 gefertigt haben. Laut Theo Hecker, käme in Delitzsch der dort bis 1701 (und später in Neumarkt, Halle) nachweisbare Meister Johann Jacob Schleußner infrage.
Höhe: 9,5 cm
Breite: 21,5 cm
Tiefe: 15,5 cm
Gewicht: 610 Gramm
Sehr guter Zustand mit nur minimalen Gebrauchsspuren.
Süddeutsche Privatsammlung
dort erworben 1990 bei Eva Lohmeier, Berlin, für 12.500 €, Rechnung liegt bei.
Rosenberg, Band II, Nr. 1659 und 1779
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft dieser Silberschatulle bestätigt. Sie ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Beschau- und Meistermarke lassen zwei verschiedene Thesen der Zuschreibung zu. Johann Jakob Schwanfelder war in Dresden ab 1697 nachweislich tätig, dann dort Meister von 1711-43 (siehe Rosenberg 1779). Allerdings wurde das BZ ja ab 1700 verändert, er müsste hernach diese Schatulle zwischen 1697 und 1700 gefertigt haben. Laut Theo Hecker, käme in Delitzsch der dort bis 1701 (und später in Neumarkt, Halle) nachweisbare Meister Johann Jacob Schleußner infrage.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.