Prunkvolle Weinkanne
Jose Amor, Barcelona, 20. Jahrhundert
916-er Silber, gegossen, getrieben, geprägt und punziert
Große, außergewöhnlich prunkvolle Schankkanne. Kugelförmiger Korpus mit schlankem Hals, hohem Spangenhenkel und gedeckeltem, helmförmigen Ausguss auf glockenförmig ausgestelltem Stand. Deckel beweglich mittels Hebel im Henkel. Im gesamten reich dekoriert mit Figuren, Maskaronen, Rocaillen, Muscheln, Laubwerk, Blüten und Behangborten. Korpus und Fuß mit getriebenem Dekor in Repoussétechnik sowie montierten Figuren. Hals, Henkel und Ausguss mit gegossenem Dekor.
Auf dem Fuß die Garantiemarke Spanien (Pentagramm), die Werkstattmarke (Rübe) sowie Meistermarke „.
Höhe: 30,5 cm
Durchmesser Stand: 11,3 cm
Durchmesser Bauch: 14,5 cm
Gewicht: 850 Gramm
Sehr guter Zustand. Keine nennenswerten Gebrauchsspuren.
Aus einer westfälischen Privatsammlung.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft dieses Objektes bestätigt. Dieses ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Kunstobjekte aus Silber gewinnen heute aus zwei Gründen besondere Aufmerksamkeit: Zum einen verkörpern sie bleibende kulturelle und handwerkliche Werte in einer Zeit, die von schneller Digitalisierung und Vergänglichkeit geprägt ist. Silber steht für Dauer, Tradition und sinnlich erfahrbare Qualität. Zum anderen rückt der steigende Silberpreis diese Objekte auch als materielle Wertträger in den Fokus. Sie vereinen damit ästhetischen, historischen und ökonomischen Wert – Kunstwerk und Edelmetallreserve in einem – und werden so zu Zeugnissen einer Kultur, die Schönheit und Substanz zugleich sucht.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.