Originales spätromanisches Taufbecken.
Eisen.
Herstellungsverfahren bislang ungeklärt: geschmiedet, gegossen oder sehr wahrscheinlich Mischtechnik.
Frankreich, wohl Champagne oder Elsass
Stilistisch 13. Jahrhundert, technologisch möglicherweise erst 15. Jahrhundert.
Auf drei Klauenfüßen stehendes, schweres eisernes Taufbecken, stilistisch der Spätromanik zuzuordnen. Massive, außergewöhnlich starke Bodenwulst. Glockenförmig verlaufender Korpus mit oben weit ausschweifendem Rand. Wandung mit umlaufenden Zierringen. In der Mitte umlaufend insgesamt 18 typisch romanische Menschenköpfe (Maskaron), welche an die von dem Kapitell in der romanischen Kirche von Rosheim/Elsass erinnern:
https://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/elsass/romanik/rosheim/innenraum.htm
Diese besitzen diese rohe, fast archaische Kraft romanischer Bauplastik.
Dazwischen ursprünglich drei gezackte Handhaben mit großem Eisenring, von denen nur eine noch erhalten ist. Korpus und Handhaben ähneln wiederum des Taufbeckens in der Kathedrale von Orbais-l’abbaye (Marne):
https://www.pop.culture.gouv.fr/notice/palissy/PM51001268
Die stilistische und die technologische Datierung widersprechen sich zunächst. Gerade dieser Widerspruch macht das Objekt außergewöhnlich. Während der Maskenfries auf romanische Vorbilder des 12./13. Jahrhunderts verweist, spricht die eisenmetallurgische Entwicklung eher für eine Herstellung im späten 15. Jahrhundert. Das Becken dürfte somit ein seltenes Zeugnis des Übergangs mittelalterlicher Formensprache in die frühe Eisengusstechnik darstellen.
Nach heutigem Forschungsstand ist ein gezielter Guss größerer Hohlkörper aus Eisen vor dem späten 15. Jahrhundert bislang kaum nachgewiesen. Gerade deshalb besitzt dieses Taufbecken besonderes wissenschaftliches Interesse. Sollte sich eine frühere Entstehung bestätigen, müsste die bisherige Einordnung der frühen Eisenverarbeitung zumindest teilweise neu bewertet werden.
Bislang konnte von uns kein unmittelbar vergleichbares eisernes Taufbecken mit einem derartigen spätromanischen Figurenfries nachgewiesen werden.
Höhe: 38 cm
Durchmesser Lippe: 62,5 cm
Gewicht: ca. 70 kg
Für das hohe Alter angemessen guter Zustand mit Alters- und Gebrauchsspuren. Standfüße, Wandung und Lippe mit Ausbrüchen und Fehlstellen. Von den ehemals drei Handhaben ist nur noch eine vorhanden. Mittels schonender Reinigung konnte die völlig verkrustete und korrodierte Oberfläche beseitigt und die historische Oberflächenwirkung wieder sichtbar gemacht werden. Mittels Paraffin wurde das Becken schonend und reversibel vor Korrosionseinflüssen geschützt.
Aus einer alten französischen Privatsammlung.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft des vorliegenden Objektes bestätigt. Dieses ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter. Das Objekt wurde ordnungsgemäß nach Deutschland eingeführt. Eine Ausfuhrgenehmigung der französischen Behörden war hierbei nicht erforderlich.

Die stilistische und die technologische Datierung widersprechen sich zunächst. Gerade dieser Widerspruch macht das Objekt außergewöhnlich. Während der Maskenfries auf romanische Vorbilder des 12./13. Jahrhunderts verweist, spricht die eisenmetallurgische Entwicklung eher für eine Herstellung im späten 15. Jahrhundert. Das Becken dürfte somit ein seltenes Zeugnis des Übergangs mittelalterlicher Formensprache in die frühe Eisengusstechnik darstellen.
Nach heutigem Forschungsstand ist ein gezielter Guss größerer Hohlkörper aus Eisen vor dem späten 15. Jahrhundert bislang kaum nachgewiesen. Gerade deshalb besitzt dieses Taufbecken besonderes wissenschaftliches Interesse. Sollte sich eine frühere Entstehung bestätigen, müsste die bisherige Einordnung der frühen Eisenverarbeitung zumindest teilweise neu bewertet werden.
Bislang konnte kein unmittelbar vergleichbares eisernes Taufbecken mit einem derartigen spätromanischen Figurenfries nachgewiesen werden.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.