Spätgotisches Minnekästchen
Frankreich, um 1500
Lederbezogenes Holz mit Eisenbeschlägen
Äußerst hübsches, originales Exemplar eines spätgotischen Minnekästchens. Lederbezogenes Eichenholz mit eisernem Fallriegelschloss und Eisenbeschlag. Das sehr gut erhaltene Bezugsleder des Deckels mit verschiedenen floralen Motiven und einer Groteske blindgeprägt bzw. graviert. Verzierungen im Leder auf allen Seiten, auch auf dem Boden. Deckel sowie Front- und Rückseite mit vier bundähnlichen Lederwulsten über Kordeln. Diese Machart erinnert sehr an die Rückenbünde von Bucheinbänden aus der Inkunabelzeit. Deckel mittig mit großen nach vorn laufenden, genagelten, typisch gotischen Eisenbeschlag. Daran ein scharniergelagerter Fallriegel. Eisenschloss mit großem Beschlag. Schlüssel fehlt.
Höhe: 9,5 cm
Breite: 17,5 cm
Tiefe: 11,5 cm (mit Falllriegel)
Gute Erhaltung mit Gebrauchsspuren. Einige alte Reparaturen sowie kleinere Lederfehlstellen an Kanten und Ecken. Insgesamt ordentlicher und gepflegter Zustand. Sehr dekorativ und so wohlerhalten äußerst selten.
Würzburger Privatsammlung.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft des vorliegenden Objektes bestätigt. Dieses ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter und wurde mit der Lost-Art-Datenbank abgeglichen.

Frankreich, um 1500
Lederbezogenes Holz mit Eisenbeschlägen

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.