Gotische Gittertür
Rheinland, 15. Jahrhundert
Schmiedeeisen, genietet und gefasst.
Massive rechteckige Gittertür aus gegrateten Stäben mit gesteckten Verbindungen. Am Rand umlaufend vernietete Zierblüten. Schauseitig in der Mitte angebrachte, abgebrochene Öse für einen Zugring. Das Gitter mit durchbrochen gearbeiteten, in Rot-Mennige gefassten Blech hinterlegt. Die dreipass- und lanzettförmigen Durchbrüche teilweise mit Messingblech hinterlegt. Rechts seitlich zwei massive Scharnierösen. Auf der linken Seite ein originales gotisches Schloss mit einem Riegel und V-förmiger Schlüsselführung.
Diese gotische Sakristeitür ist weit mehr als ein funktionales Verschlussgitter: Sie markiert die Schwelle zwischen dem liturgischen Innenraum und dem geheimen Bereich der Weihegeräte, zwischen Öffentlichkeit und dem „sanctum“. In ihrer strengen Geometrie und zugleich ornamentalen Durchbildung verdichtet sich die mittelalterliche Vorstellung von Ordnung, Schutz und Heiligkeit.
Die meisterhaft geschmiedeten und genieteten Eisenstäbe, die durchbrochenen Dreipass- und Lanzettformen und die farbig gefassten Hinterlegungen zeugen von einer Schmiedekunst, die technische Präzision mit symbolischer Bildsprache verbindet. Das Eisen wird hier nicht nur als wehrhaftes Material eingesetzt, sondern als gestalteter Träger theologischer Bedeutung: durchlässig und doch verschließend, schwer und doch von rhythmischer Leichtigkeit.
So wird die Tür selbst zum liturgischen Zeichen – ein kunstvoll gefügtes Wächterobjekt, das die Kostbarkeit des Verborgenen ankündigt und zugleich die hohe Kultur spätmittelalterlicher Schmiedearbeit eindrucksvoll vor Augen führt.
Höhe: 95 cm
Breite: 81 cm
Gewicht: ca. 30 kg
Sehr guter Erhaltungszustand. Originalsubstanz mit nur wenigen Alters- und Gebrauchsspuren. Schlüssel und Schlossfeder fehlen.
Aus einer süddeutschen Sammlung.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft dieser Gittertür bestätigt. Diese ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Diese gotische Sakristeitür ist weit mehr als ein funktionales Verschlussgitter: Sie markiert die Schwelle zwischen dem liturgischen Innenraum und dem geheimen Bereich der Weihegeräte, zwischen Öffentlichkeit und dem „sanctum“. In ihrer strengen Geometrie und zugleich ornamentalen Durchbildung verdichtet sich die mittelalterliche Vorstellung von Ordnung, Schutz und Heiligkeit.
Die meisterhaft geschmiedeten und genieteten Eisenstäbe, die durchbrochenen Dreipass- und Lanzettformen und die farbig gefassten Hinterlegungen zeugen von einer Schmiedekunst, die technische Präzision mit symbolischer Bildsprache verbindet. Das Eisen wird hier nicht nur als wehrhaftes Material eingesetzt, sondern als gestalteter Träger theologischer Bedeutung: durchlässig und doch verschließend, schwer und doch von rhythmischer Leichtigkeit.
So wird die Tür selbst zum liturgischen Zeichen – ein kunstvoll gefügtes Wächterobjekt, das die Kostbarkeit des Verborgenen ankündigt und zugleich die hohe Kultur spätmittelalterlicher Schmiedearbeit eindrucksvoll vor Augen führt.


Ein 350 Jahre altes Meisterwerk der Technik aus Eisen, Bronze, Stein und Holz erzeugt einen Herzschlag der Zeit, der ganze Generationen begleitete. Die Zahnräder greifen vollendet ineinander, sie messen die Stunden mit Präzision – und mahnen, dass auch unser Maß begrenzt ist.
Dieses monumentale Uhrwerk des 17. Jahrhunderts ist mehr als ein Mechanismus aus Eisen und Zahnrad – es ist ein Sinnbild menschlicher Kunst und Vergänglichkeit. In vollendeter Präzision schlägt es die Stunden, ordnet den Tag und erhebt den Blick zum Ewigen. Doch jeder Schlag ruft auch ins Gedächtnis: Wie das Räderwerk unaufhaltsam kreist, so rinnt auch das Leben dahin – ein klingendes Memento mori im Takt der Jahrhunderte.