Prachtvoller Akelei-Pokal.
Augsburg, um 1650
Beschauzeichen Augsburg sowie Tremolierstrich
Theodor Riederer (ab 1640 in Augsburg tätig)
Meisterpunze von Theodor Riederer
Silber vergoldet, getrieben, graviert und punziert
Prachtvoller barocker Akeleipokal aus der Augsburger Meisterwerkstatt von Theodor Riederer. Runder steil zulaufender Fuß mit umlaufenden Buckeln. Spangenloser Schaft mit vier kantigen Buckeln. Achtpassig geschweifte Kuppa mit gebuckelter Wandung auf graviertem und punziertem Fond. Lippenrand außen mit Tremolierstrich, Beschauzeichen Nürnberg sowie der Meisterpunze von Theodor Riederer. Am Lippenrand des Pokals ist ebenso eine Punze eingeschlagen, die das Wappen der Sittener Familie derer von Riedmatten (Kleeblatt und Sterne unter einem Bischofshut) darstellt. Aus dieser Familie sind eine Reihe von Bischöfen hervorgegangen. Es ist denkbar, dass sich der Pokal einst im Besitz von Adrian von Riedmatten IV. oder Adrian von Riedmatten V. befunden hat und auf diese Weise gekennzeichnet wurde.
Höhe: 16 cm
Durchmesser Lippe: 7 cm
Durchmesser Stand: 7,3 cm
Gewicht: 166 Gramm
Sehr guter Zustand.
Bischofsbesitz derer von Riedmatten. Erworben aus einer Schweizer Privatsammlung.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft dieses Silberpokals bestätigt. Dieser ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Theodor Riederer
Augsburg, um 1650

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.