Kugelfußbecher mit Deckel
Nürnberg, um 1660
Sigmund Bierfreund, Nürnberg, dort Meister ab 1654
Silber getrieben und ziseliert, teilweise vergoldet.
Beschauzeichen Nürnberg und Meisterpunze.
Barocker Kugelfußbecher mit Deckel. Silber, teilweise vergoldet. Über ausgestellten Kugelfüßen zylindrischer Korpus. Wandung und gewölbter Deckel flächendeckend mit fein getriebenem, ziseliertem und punziertem Blüten- und Akanthusblattdekor verziert. Deckel mit Balusterknauf, umgeben von filigraner Drahtarbeit. Innen vergoldet. Wandung oben mit Tremolierstrich, Beschauzeichen und Meisterpunze von Sigmund Bierfreund.
Höhe: 14 (mit Deckel; 8,8 cm (ohne Deckel)
Durchmesser Lippe: 7,3 cm
Gewicht: 126 Gramm
Sehr guter Zustand mit nur minimalen Gebrauchsspuren.
Katalog des Germanischen Nationalmuseums, Band. I, Teil 1, MZ 0068, BZ 24.
Sammlung Dr. Zahn.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft dieses Bechers bestätigt. Dieser ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Sigmund Bierfreund
Nürnberg, um 1660

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.