Tizian, d.i. Tiziano Vecellio (1488-1576)
Nachfolger des
Portraitgemälde Titians mit Andrea de Franceschi, Großkanzler der Republik Venedig.
Venedig, um 1720
Öl auf Leinwand, altdoubliert
Meisterlich gemalte königliche Doublette dieses berühmten Gemäldes von Tizian mit der Abbildung von ihm selbst und Andrea de‘ Franceschi (+1551). Dieser wurde 1529 zum Großkanzler der Republik Venedig ernannt und war ein enger Freund Tizians, der ihn auch in seiner Darstellung der Jungfrau Maria malte (Accademia, Venedig).
Diese hier vorliegende, wohl aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammende Replika dieses bedeutenden Gemäldes lagerte im Windsor Castle und wurde von der britischen Königin zur Leeds-Ausstellung im Jahr 1868 als Leihgabe gegeben. Das ursprüngliche Gemälde stammt aus der Sammlung von Karl I. (1600-1649), der es seinerzeit wohl in Auftrag gegeben hatte und es „Tiziano Aretino“ nannte.
Auf dem Keilrahmen auf altem Papierlabel bezeichnet: „Titian … the Charicellos – Andrea Franceschina Replica of the Picture at Winsor Castle – Lent by the Queen to the Leeds Exhebition 1868 – Formerly in the collection of Charles I were it was called Titiano Aretino“.
Ferner ein Papierlabel der Restorierungswerkstatt E.Stay-Marks LTD in Eastbourne, Sussex, vom 16. Mai 1966. Dort wird als Eigentümer Captain F.N.H. Widdrington in Morpeth, Northumberland, genannt.
Gemälde: 110 x 92 cm
Rahmen: 126 x 108 cm
Guter, altrestaurierter Zustand.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft des vorliegenden Gemäldes bestätigt. Es ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Tizian, d.i. Tiziano Vecellio (1488-1576)
Venedig, um 1720

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.