Großer Hochzeitsbecher mit Allianzwappen
wohl Böhmen, zwischen 1700 und 1725
Entfärbtes Glas
Prunkvoller Hochzeitsbecher mit Allianzwappen. Entfärbtes, schlieriges Glas mit Schliff und Mattschnitt. Unterseitig dicke beschliffene Bodenplatte mit Dreieckschliff am Rand. Darüber eine Bogenschliffkante. Zylinderförmige dicke Wandung, oben und unten mit Zackenbändern. Mittig zwei Wappenkartuschen mit Familienwappen. Oben Beschriftung „A.V.R. A.S.V.R. G.V.N.“. Um die beiden Wappenschilde Akanthusranken. Auf der Hinterseite der fünfzeilige Spruch:
„der vatter und der mutter segen / bringt den kindern ein vergniegtes leben / Ja zeitliche gütter und himlisch gut / drumb firchte gott tuhe Recht / unnd sei darbey nor wohl gemutt“.
Höhe: 12,3 cm
Durchmesser Lippe: 11,7 cm
Durchmesser Fuß: 9,5 cm
Sehr gute Erhaltung. Keine Chips oder Beschädigungen. Mit den für handgemachten Glas dieser Zeit üblichen Lufteinschlüssen. Bodenplatte im Rand berieben und bekratzt.
Sammlung Dreßen
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft des Pokals bestätigt. Er ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Böhmen, zwischen 1700 und 1725
„der vatter und der mutter segen / bringt den kindern ein vergniegtes leben / Ja zeitliche gütter und himlisch gut / drumb firchte gott tuhe Recht / unnd sei darbey nor wohl gemutt“.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.