Barocke Lüsterfigur.
Süddeutschland, um 1700
Holz, geschnitzt mit polychromer Fassung
Originale barocke Lüsterlampe. Plastisch geschnitzte Darstellung von drei ringartig miteinander verbundenen Putten- bzw. Engelsköpfen, getrennt durch drei geschnitzten Akanthusblätter. Die charaktervollen Köpfe verschiedene Stimmungen ausdrückend. Innen ein montierter Eisenring drei gegliederten, tordierten Eisenketten mit jeweils fünf Gliedern.
Höhe Korpus: 30 cm
Höhe hängend: 58 cm
Breite 38,5 cm
Tiefe 38,5 cm
Gewicht: 3,5 kg
Guter Zustand mit Alters- und Gebrauchsspuren. Die polychrome Fassung partiell stärker bestoßen und berieben und mit Abplatzungen und Ausbesserungen. Die Köpfe hinten mit Rissen. Ein Akanthusblatt erneuert. Mit alten Restaurierungen.
Aus einer rheinländischen Privatsammlung.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft des vorliegenden Objektes bestätigt. Dieses ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter und wurde mit der Lost-Art-Datenbank abgeglichen.

Süddeutschland, um 1700
Bekannt seit dem auslaufenden 14. Jahrhundert, verbreiteten sich sogenannte Lüsterweibchen im 16. Jahrhundert vor allem im süddeutschen Raum.
Selten sind Lüsterfiguren noch original erhalten, sie wurden daher im 19. Jahrhundert häufig nachgefertigt.
Das Besondere bei dieser originalen Lüsterfigur ist, dass es sich nicht um ein Lüsterweibchen oder -männchen handelt, sondern um drei Puttenköpfe.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.