Groteskes gotisches Zierelement eines Kapitells
Frankreich, wohl 14. Jahrhundert
Kalkstein
Groteskes, architektonisches Zierelement eines Kapitells in Form eines Dämonen oder Beelzebub, sehr wahrscheinlich aus einem Kreuzgang. Für romanische und gotische Säulengänge typische Fratze, die wir aufgrund der Formgebung einer Lilie über der Nase des Dämons Frankreich zuschreiben.
Die Bildhauer in Romanik und Gotik arbeiteten nicht allein mit Material und Formengestaltung, sondern auch mit Effekten, die sie durch das Wechselspiel von Licht und Schatten erzeugten. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist der hier vorliegende Kopf eines Dämons oder Beelzebub in Form einer stark ausgeprägten Fratze mit spitzen Ohren, weit aufgerissenen Augen und weit hervorragender Nase. Je nach Lichteinwirkung ergeben sich interessante Schattierungen innerhalb des Gesichtes, das den Betrachter von einem Kapitell aus mit bösem, furchterregendem Blick anstarrt. Teuflische Dämonen sollten dem Betrachter Angst und Schrecken einflößen. In der Nähe ließ sich dann meist eine segnende Geste eines Kirchenpatrons finden, welcher dann für hinreichende Demut sorgte. Die mittelalterlichen Theologen und Dämonologen kannten den Beelzebub jedoch auch als Fliegendämon und Fürsten des Reiches der Finsternis. Durch das Anschauen des Beelzebub sollten andere Fliegendämonen entstanden sein.
Höhe: 24 cm
Breite: 20 cm
Tiefe: 10 cm
Gewicht: 3,7 kg
Guter Zustand mit Altersspuren. Oberfläche etwas verwittert. Ein paar Chips und Ablatzungen im Bereich Mund, Nase und Stirn.
VanHam, Köln
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft des vorliegenden Objektes bestätigt. Dieses ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Frankreich, wohl 14. Jahrhundert
Kalkstein

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.