Reich verzierte Renaissancetruhe
Deutschland, um 1650
Eichenholz
Kleine Fassadentruhe der Spätrenaissance. Fassadenartig strukturierte Front mittig zurückgesetzt mit vier geschnitzten Löwenhäuptern. Wohl originales Zangenschloss, schmiedeeiserne Scharnierbänder sowie seitliche Brandgriffe.
Breite: 87 cm
Höhe: 51 cm
Tiefe: 60 cm
Gewicht: ca. 35 kg
Gute Originalsubstanz mit Alters- und Gebrauchsspuren. Schöne Patina. Originaler Schlüssel vorhanden. Im Bereich des Schlosshakens kleine Ergänzungen und Fehlstellen. Deckelseitiger Schlosshaken innen mit Schrauben neu befestigt.
Rheinische Privatsammlung
Dort erworben bei Carola van Ham, Los 278, Auktion 85, 22.10.1980
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft dieser Truhe bestätigt. Diese ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Fassadenartig strukturierte Front mittig zurückgesetzt mit vier geschnitzten Löwenhäuptern. Wohl originales Zangenschloss, schmiedeeiserne Scharnierbänder sowie seitliche Brandgriffe.


Ein 350 Jahre altes Meisterwerk der Technik aus Eisen, Bronze, Stein und Holz erzeugt einen Herzschlag der Zeit, der ganze Generationen begleitete. Die Zahnräder greifen vollendet ineinander, sie messen die Stunden mit Präzision – und mahnen, dass auch unser Maß begrenzt ist.
Dieses monumentale Uhrwerk des 17. Jahrhunderts ist mehr als ein Mechanismus aus Eisen und Zahnrad – es ist ein Sinnbild menschlicher Kunst und Vergänglichkeit. In vollendeter Präzision schlägt es die Stunden, ordnet den Tag und erhebt den Blick zum Ewigen. Doch jeder Schlag ruft auch ins Gedächtnis: Wie das Räderwerk unaufhaltsam kreist, so rinnt auch das Leben dahin – ein klingendes Memento mori im Takt der Jahrhunderte.