Barocker Erotikapokal mit derben Sinnspruch.
Thüringen, um 1740
Graustichiges Glas, geschliffen.
Barocker Erotikapokal mit derben Sinnspruch. Auf breitem Scheibenfuß mit Abriss, Balusterschaft und Kuppaansatz mit je einer eingestochenen Luftblase. Am Fuß- und Lippenrand je eine Bordüre mit polierten Kugelungen. Frontal von eingerollten Blattzweigen gerahmte Rollwerkkartusche mit Dame in barocker Tracht, von einem Edelmann einen Blumenstrauß empfangend. Ihre Linke streckt sie Amor entgegen, der hinter ihr steht und auch einen Blumenstrauß überreicht. Auf Rueckseite Inschrift:
„O Eitelkeit, o Eitelkeit, wie verändert sich die Zeit, die besten Kräffte nehmen ab, die steifsten Dinge werden schlapp, die engsten Löcher werden weit, o Eitelkeit, o Eitelkeit“
Höhe: 21 cm
Durchmesser Lippe: 9,3 cm
Durchmesser Fuß: 11,3 cm
Ausgezeichnete Erhaltung. Keine Chips oder Beschädigungen. Mit den für handgemachten Glas dieser Zeit üblichen Lufteinschlüssen.
Alte deutsche Privatsammlung.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft des Pokals bestätigt. Er ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Thüringen, um 1740
Graustichiges Glas, geschliffen.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.