"TAPFERKEIT BRINGT REICHTUM"

Barocker Pokal mit der Allegorie der Tapferkeit

OBJEKT

Barocker Pokal mit der Allegorie der Tapferkeit

ENTSTEHUNG

Sachsen, Glashütte Glücksburg, um 1730

MATERIAL

Farbloses Glas, geschliffen.

BESCHREIBUNG

Prachtvoller Barockpokal mit geschliffenem und geschnittenem Dekor. Breiter Scheibenfuß mit Abriss in feinem C-Schnörkeldekor. Facettierter Balusterschaft zwischen zwei Scheibennodi. Ansatz der glockenförmigen Kuppa facettiert und mit hochgeschliffenen Spitzbogenornamenten. Schauseitig Darstellung eines Hahns auf einer Trompete mit Inschrift:

„Wachsamkeit dient in kriegs und friedens Zeit“

Rueckseitig Füllhorn mit Inschrift:

„Tapferkeit bringt Reichtum“.

Umlaufend Medaillons mit reichem Blumen- und Blätterdekor. Lippenrand mit Zackendekor.

ABMESSUNGEN

Höhe:  19 cm
Durchmesser Lippe: 8,8 cm
Durchmesser Fuß: 10 cm

ZUSTAND

Sehr gute Erhaltung. Keine Chips oder Beschädigungen. Mit den für handgemachten Glas dieser Zeit üblichen Lufteinschlüssen.

PROVENIENZ

Süddeutsche Privatsammlung.

LITERATUR

G. Haase: Sächsisches Glas, E.A. Seemann, Leipzig, 1988

KULTURGUT SICHER ERWERBEN

Hiermit wird die einwandfreie Herkunft des Pokals bestätigt. Er ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Preis
2.200 €
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Katrin Hofmann
Artikelnummer
S951
GLÜCKSBURG – DIE GLASHÜTTE AUGUST DES STARKEN

Da das Porzellan noch nicht erfunden war und dieses auch nicht die kurfürstlichen Probleme der Beschaffung von Weinpokalen gelöst hätte und die kurfürstlich-sächsische Glashütte in Pretzsch aus Mangel an Brennholz zum Erliegen gekommen war, ordnete Kurfürst August der Starke am 28. Mai 1700 die Errichtung zweier neuer Glashütten in geeigneteren Gefilden an. Die eine sollte vor dem Wilsdruffer Tor in Dresden (Ostra-Allee) erbaut werden und die zweite beim Jagdhaus Glücksburg. Die drei aus Italien stammenden Brüder aus der Glasmacherfamilie Fremel erhielten hierzu den Bau- Betreiberauftrag und durften hierzu das Jagdhaus Glücksburg zur Miete bewohnen. Doch auch hier wurde ab 1739 das Brennholz knapp. 1750 wanderte Hüttenmeister Hellwig zur Baruther Glashütte ab und es kam 1751 zur Stilllegung der Hütte, welche dann im Siebenjährigen Krieg durch preußische Truppen geplündert wurde und die Produktion endgültig zum Erliegen kam.

Das in Glücksburg produzierte Glas war von guter Qualität und sehr begehrt. So wurde zum Beispiel 1728 Glas im Wert von rund 21.500 Talern erzeugt (vgl. Haase, Sächsisches Glas). In Glücksburg wurden vorwiegend Gläser für den niederen Adel und das reichere Bürgertum hergestellt. Ab 1750 wurden die noch vorhandenen Glücksburger Glasbestände in Dresden weiter veredelt und geschliffen.

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Highlight

Eines der verhängnisvollsten Bücher der Weltliteratur

Malleus maleficarum, Koberger 1493

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.

Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.

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