Renaissance-Türmchenuhr
Nürnberg oder Augsburg, um 1580
Kupfer und Bronze, graviert, ziseliert und feuervergoldet
Feine Renaissance Türmchen-Uhr als Vorderzappler mit Halbstundenschlag auf Glocke im fein gravierten, feuervergoldetem Bronzegehäuse.
Auf einem fein ziselierten Sockel stehender Korpus, welcher von vier Säulen getragen wird. Sämtliche Wandungen sind aufwändig graviert, die Vorder- und Rückseite zeitgenössisch manieristisch mit Blattranken und Bändern. Die beiden Seitenteile zeigen Gravuren von außerordentlicher Qualität. Vorn das Zifferblatt mit Stunden- und Minutenzeiger sowie Aufzug. Hinten ein Monatszifferblatt mit einem Monatszeiger und dem Aufzug des Glockenmechanismus.
Die Seitenflanken mit den Darstellungen von Judith und Holofernes sowie Memento mori – Szene mit der Aufschrift: „hodie mihi cras tibi“ (Heute für mich, morgen für dich). Solche moralisierenden Darstellungen waren auf wissenschaftlichen Instrumenten und Prunkuhren der Spätrenaissance sehr beliebt. Sie sollten den Besitzer bei jedem Blick auf die Uhrzeit daran erinnern, die ihm auf Erden geschenkte, knappe Lebenszeit sinnvoll und gottesfürchtig zu nutzen. Oben die Glocke mit vier Streben, auf denen ein Putto thront.
Auffällig ist das lange, frei vor dem Zifferblatt schwingende Pendel (sogenannter Vorderzappler). Diese Art der Pendelregulierung wurde erst Mitte des 17. Jahrhunderts von Christiaan Huygens erfunden. Bei solchen Uhren wurde die ursprüngliche Unruh (Spindelhemmung mit Waag/Rad) im späten 17. oder 18. Jahrhundert oft auf ein moderneres Pendelwerk umgebaut, um die Ganggenauigkeit zu verbessern. Das modern erneuerte Uhrwerk wurde wohl eigens für diese Uhr angefertigt, ist inklusive des Glockenmechanismus voll gangfähig.
Höhe: 20 cm
Breite: 8,5 cm
Tiefe: 9 cm
Gewicht: 1.164 g
Optisch guter bis sehr Zustand mit Alters- und Gebrauchsspuren. Gehäusesockel mit Rissen und kleineren Fehlstellen. Die Glockenstreben unter der Aufsatzfigur alt gelötet. Das im 20. Jahrhundert erneuerte Uhrwerk funktioniert einwandfrei inkl. des Glockenschlages. Schlüssel vorhanden.
Alte norddeutsche Privatsammlung.
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft dieses Objektes bestätigt. Dieses ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter und wurde mit der Lost-Art-Datenbank abgeglichen.

Die Seitenflanken mit den Darstellungen von Judith und Holofernes sowie Memento mori – Szene mit der Aufschrift:
„hodie mihi cras tibi“ (Heute für mich, morgen für dich).
Solche moralisierenden Darstellungen waren auf wissenschaftlichen Instrumenten und Prunkuhren der Spätrenaissance sehr beliebt. Sie sollten den Besitzer bei jedem Blick auf die Uhrzeit daran erinnern, die ihm auf Erden geschenkte, knappe Lebenszeit sinnvoll und gottesfürchtig zu nutzen. Oben die Glocke mit vier Streben, auf denen ein Putto thront.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.