Theophylactus de Achrida (um 1055-nach 1107)
übersetzt von Christophorus de Persona (1416-1486)
Enarrationes in epistolas S. Pauli.
Ulrich Han, Rom, 25. Januar 1477
Früher, fälschlicherweise Athanasius zugeschriebener, einflussreicher Kommentar zu den Paulusbriefen. Theophylactus de Achrida war Erzbischof von Ohrid in Bulgarien. Die lateinische Übersetzung stammt von Christophorus de Persona, Prior von St. Balbina in Rom, im Kolophon auf 1469 datiert. Vorliegend die erste Ausgabe dieses Werkes.
Gedruckt in klarer Antiqua von Ulrich Gallus (Han) aus Ingolstadt, dem zweiten Drucker in Rom (vgl. Geldner II, 30 ff.). Einspaltige Type mit 47 Zeilen.
Satzspiegel: 22,5 x 14 cm; Blattgröße: 29,5 x 21,5 cm.
278 nicht num. Blatt. Vollständig.
Lagenformel: a-g10; h-i8; k6; l-m10; n4; o-p10; q-r8; s-t10; v8; x10; y6; z10; A-C10; D6; E-H10; I6.
Pergamenteinband des 17. Jahrhunderts mit handschriftlichen Rückentitel. Guter Zustand. Buchblock und Bindung fest und stabil. Deckel leicht berieben und fleckig.
Folio: 30,5 x 23,5 x 6 cm.
Guter Zustand. Leicht gebräunt und stellenweise fleckig. Blatt 1r oben mit alten Hinterlegungen, darauf handschriftlicher Titel in Rot, noch Athanasius zugeschrieben. Darunter drei Stempel. Die untere Ecke mit großem ergänzten Ausriss mit geringem Textverlust verso, sauber faksimiliert. Verso weiterer Stempel und Besitzvermerk der Franziskaner von Trastevere in Rom. Im Text handschriftlicher Kopftitel und einige Anstreichungen sowie Marginalien von alter Hand. Wenige kleine Wurmspuren im oberen Bund. Die Schlussblatt etwas angeschmutzt und mit minimalen Randläsuren. Letztes Blatt angefalzt und mit zwei kleinen Löchern im Satzspiegel.
Literatur: ISTC it00156000; GW M45925; BSB-Ink T 157; Hain 1902; BMC IV, 25; Proctor 3374; Goff T-156; Pellechet 1411.
Bibliotheken: ISTC verzeichnet insgesamt 100 Exemplare in öffentlichen Einrichtungen weltweit.
Franziskaner von Trastevere in Rom – deren Stempel und Besitzvermerk auf dem Titel.
Alte süddeutsche Privatsammlung. Dort erworben bei Karl & Faber, Auktion 128 (1971), Nr. 213.
Hiermit bestätigen wir Originalität sowie einwandfreie Herkunft der vorliegenden Inkunabel. Das Objekt ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter und wurde mit den Verlustdatenbanken abgeglichen.

Theophylactus de Achrida
Enarrationes in epistolas S. Pauli
Ulrich Han, Rom, 1477
Inkunabeln sind seltene Kulturgüter. Vielleicht eine interessante Alternative zu den klassischen Wertanlagen im Mainstream. Wenn Sie mehr über Inkunabeln erfahren möchten, stehen wir Ihne gern zur Verfügung.

Äußerst seltenes Exemplar einer Inkunabelausgabe des berühmt-berüchtigten „Malleus Maleficarum“, des sogenannten „Hexenhammers“, gedruckt in der berühmten Nürnberger Offizin von Anton Koberger.
Das Werk wurde erstmalig 1486 bei Peter Drach in Speyer in Druck gegeben und stammt aus den Federn der beiden Dominikanermönche Heinrich Kramer, latinisiert zu Henricus Institoris und Jakob Sprenger, dessen Mitautorschaft heute infrage gestellt wird, obgleich das Werk traditionell eher unter des letzteren Namen geführt wird.